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Verfahren

Bei der gestuften Reformierung sind Pyrolyse und Gaskonversion technisch voneinander getrennt. In der ersten Stufe wird das biologische Material bei circa 600 Grad Celsius in Gas und Kohle aufgespalten. In einer zweiten Stufe wird das erzeugte Gas mit Wasserdampf und der aus Koks gewonnen Wärmeenergie zu einem staub- und rückstandfreien Brenngas gereinigt.

Die Temperaturführung erfolgt in einem Kreislauf. Dabei wird das im Vorwärmer auf rund 1.000 Grad Celsius erhitzte Medium von oben in den Reaktor eingetragen. Durch chemische Reaktion kühlt sich das Material auf 750 Grad ab. Die weitere Abkühlung auf 550 Grad wird unterstützt, indem kühles, neues Material eingemischt wird. Das nach unten gewanderte Material wird nun wieder auf 1.050 Grad erhitzt. Das Produktgas (Synthesegas) der gestuften Reformierung ist wasserstoffreich (49%) und enthält zudem Kohlenmonoxid (CO, 14%), Kohlendioxid (CO2, 18%) und Methan (CH4, 1%) sowie Wasser (23%).

Ein Vorteil des zweistufigen Verfahrens liegt im breiten Einsatzspektrum möglicher Rohstoffe. So können neben nachwachsenden Rohstoffen wie Heu, Stroh oder Holz auch Papier und Klärschlamm sowie Tierkot und Biomüll genutzt werden. Zudem liegen die Staub- und Teergehalte im Produktgas niedriger als bei einstufigen Verfahren, was die Nutzung des Gases erleichtert.

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